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Chemikalie schädigt Hirngewebe

Auch Embryonen sind der Substanz ausgesetzt

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Die Chemikalie Bisphenol A (BPA), die zum Beispiel in Babyflaschen enthalten ist, kann schon in winzigen Mengen die Hirnentwicklung bei Kindern und Ungeborenen stören. Das haben amerikanische Forscher jetzt bei Versuchen mit Ratten festgestellt. Besonders fatal: Die Substanz ist im Alltag so weit verbreitet, dass Verbraucher sie kaum umgehen können.

  • Ein Baby nuckelt an einer Milchflasche.

Der Weichmacher BPA steht bereits seit Jahren unter Verdacht, die Gesundheit zu gefährden. Die Forscher haben jetzt bei Versuchen mit Ratten festgestellt, dass BPA besonders in jenen winzigen Mengen extrem zu wirken scheint, denen der Mensch im Alltag ständig ausgesetzt ist. Über Geschirr, Besteck und eben auch Babyflaschen gelangt Bisphenol A in den menschlichen Körper.

"Schon seit langem gibt es Hinweise, dass Bisphenol zu gravierenden gesundheitlichen Schäden führen kann. Es ist daher völlig unverständlich, warum immer noch Babyflaschen hergestellt werden, die Bisphenol A freisetzen, wenn es bereits Produkte auf dem Markt gibt, die ohne diese Chemikalien auskommen", erklärt Chemieexpertin Ulrike Kallee von Greenpeace. "Wir müssen endlich nach dem Vorsorgeprinzip dafür sorgen, dass gefährliche Stoffe in Alltagsprodukten nicht mehr verwendet werden."

Mit einer starken EU-Chemikalienreform REACH wäre dies prinzipiell möglich. Das EU-Parlament und die euroäischen Wirtschaftsminister haben sich jedoch dafür ausgesprochen, dass von den rund 100.000 vermarkteten Chemikalien nur zehn Prozent ausreichend untersucht werden sollen.

Darüber hinaus hat sich der EU-Wettbewerbsrat bei seiner gestrigen Beratung über REACH gegen das Ersetzen giftiger Chemikalien durch ungefährliche Substanzen entschieden. Kallee kritisiert diesen Beschluss: "Nach dem Votum des Wettbewerbsrates dürfen gefährliche Chemikalien weiter verwendet werden, selbst wenn es bessere Alternativen gibt. Das würde auch für Bisphenol A gelten." (Autorin: Nadine Behrens)

 

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