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genverseuchte Landliebe

Sammelten Unterschriften: Greenpeace-Aktivisten vor der City-Passage

Von Manfred Horn

Greenpeace hat in Futtermittelproben von Landliebe-Milchlieferanten gentechnisch manipulierte Soja nachgewiesen. Die Laboranalysen wurden Anfang März veröffentlicht. In zwei von fünf Proben wurde Gen-Soja über dem Kennzeichnungsgrenzwert von 0,9 Prozent festgestellt. In einem Fall bestand der Sojaanteil des Futters sogar zu 100 Prozent aus Gen-Soja. Auch Weihenstephan-Produkte würden gentechnisch manipuliertes Soja enthalten, sagt Greenpeace.

Gegen die Verwendung von Genmanipulation, das Soja kommt über das Kuhfutter in die Milchprodukte, wendete sich gestern eine Protestaktion von Greenpeace Bielefeld. Ein Stand vor der City-Passage mit einer riesigen Landliebe-Flasche machte Passanten aufmerksam. »Landliebe und Weihenstephan-Produkte sind Mogelpackungen. Mit Liebe zum Land oder mit Alpenidylle haben sie nichts zu tun«, mahnt die Bielefelder Greenpeace-Gruppe. Der Anbau von Gen-Soja in Südamerika sei zudem verantwortlich für die rasante Urwaldzerstörung und den erhöhten Einsatz von giftigen Spritzmitteln. Bei Fütterungsversuchen mit Gen-Mais zeigten die Tiere Veränderungen an Organen und im Blutbild.


Landliebe ist eine Marke von Campina, einem der führenden Molkereikonzerne in Europa. Die Molkerei Weihenstephan gehört zur Unternehmensgruppe Theo Müller. Greenpeace versucht bereits seit Monaten, beide Unternehmen davon zu überzeugen, den Verbraucherwünschen nachzukommen und Milchprodukte anzubieten, die ohne Hilfe von Gen-Pflanzen hergestellt werden. Beide Unternehmen weigern sich jedoch bislang.

Dabei ist ein kompletter Verzicht möglich: Dies machten in Deutschland zum Beispiel die hessische Upländer Bauernmolkerei und die bayrische Andechser Molkerei vor. Auch ökonomisch sei die Umstellung unproblematisch, meint Greenpeace. Der Liter Milch würde sich nur um wenige Cent verteuern. Nach Greenpeace Recherchen ist der Landliebe Joghurt der Joghurt mit einer der größten Gewinnspannen. Die Landliebe Milch sei zum Teil sogar teurer als Bio-Milch.

Bei der Aktion am Dienstag in der Bielefelder Innenstadt befragte Greenpeace auch Passanten: 213 nahmen an der Umfrage teil, 212 sprachen sich gegen Gentechnik in der Lebensmittelproduktion aus. Der Geschäftsleitung des Rewe-Supermarktes als einer der Supermärkte, die Produkte der beiden Unternehmen führen, nahm 199 Unterschriften gegen Gentechnik in Lebensmitteln entgegen. Der Filialleiter sagte zu, die Unterschriften an seinen Vorgesetzten weiterzuleiten.


Weitere Informationen unter: http://www.greenpeace.de
und http://www.einkaufsnetz.org