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Genmais

Ginge es nach dem Willen der Gentechnik-Industrie, wären genmanipulierte Nahrungsmittel längst die Regel und Gen-Pflanzen hätten sich unkontrolliert in der Natur ausgebreitet. Dabei häufen sich in den letzten Jahren die Beispiele dafür, dass die Risikotechnologie Gefahren für unsere Gesundheit und Umwelt mit sich bringt: Fremde Gene in Lebensmitteln können neue Giftstoffe und Allergien verursachen. Der Anbau von Gen-Pflanzen gefährdet die biologische Vielfalt und führt zu einem vermehrten Pestizideinsatz.

Werden genmanipulierte Lebensmittel trotzdem unsere Zukunft bestimmen? Dazu darf es nicht kommen! Die Gentechnik unterscheidet sich in ihren Methoden wie zum Beispiel der Übertragung von Genen über die Artgrenzen hinweg deutlich von der normalen Züchtung. Niemand kann vorhersagen, welche ungewollten Effekte der Eingriff ins Erbgut hat. Deswegen setzt sich Greenpeace vorsorglich gegen jegliche Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen ein. Sonst werden Verbraucher zu Versuchskaninchen und die Natur zum riesigen Versuchslabor.

 

Greenpeace setzt sich gegen die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen ein. Wenn genmanipulierte Organismen freigesetzt werden, können sie sich unkontrolliert in der Umwelt verbreiten - mit gravierenden Folgen für das ökologische Gleichgewicht und die natürlichen Lebensräume. Von den ökologischen Folgen bis zu den sozialen Auswirkungen: Es gibt viele gute Gründe gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft.

1.Risikotechnik

Anders als bei Züchtungen werden im Gentechnik-Labor Artgrenzen ignoriert. Gene aus Bakterien und Viren werden in Pflanzen hineinmanipuliert, um diese unempfindlich gegen Insektenfraß oder Spritzmittel zu machen. Das Erbgut ist jedoch komplex und weitgehend unerforscht. Einzelne Gene beeinflussen häufig mehrere Eigenschaften einer Pflanze. Bei gentechnischen Experimenten können weder der Ort, wo das Gen eingebaut wird, noch die Anzahl der eingebauten Kopien noch die Wechselwirkungen mit anderen Genen gezielt gesteuert werden. Unerwartete Nebenwirkungen kann daher niemand ausschließen.

2.Gen-Pflanzen breiten sich unkontrolliert aus

Gen-Pflanzen beachten keine Ackergrenzen. Einmal in die Umwelt ausgesetzt, sind sie nicht mehr rückholbar und übertragen ihre Eigenschaften durch Pollenflug oder Insekten auf herkömmliche Pflanzen. In Kanada z.B. hat sich Gen-Raps fast flächendeckend ausgebreitet, so dass Ökobauern ihren Raps-Anbau aufgeben mussten.

Gen-Pflanzen machen aber nicht nur langfristig die gentechnikfreie Landwirtschaft unmöglich, sie stellen auch eine Gefahr für das ökologische Gleichgewicht dar: In Pflanzen eingebautes Insektengift tötet nützliche Insekten, während Schädlinge unempfindliche gegen das Gift werden. Gentechnisch veränderte Pflanzen, die widerstandsfähig gegen Spritzmittel sind, vergrößern den Gifteinsatz in der Landwirtschaft. Wenn Gen-Pflanzen sich in die Natur ausbreiten, verdrängen sie damit natürliche Pflanzen und schädigen so die biologische Vielfalt.

3.Mehr Spritzmittel durch Gen-Pflanzen

Die meisten Gen-Pflanzen wurden gegen Pflanzenvernichtungsmittel unempfindlich gemacht. In Nordamerika, wo Gen-Pflanzen bereits großflächig angebaut werden, haben Unkräuter mittlerweile neue Abwehrkräfte entwickelt und überleben die Spritzmittel. Um sie zu bekämpfen, müssen mehr und stärkere Gifte eingesetzt werden. So führen Gen-Pflanzen zu einem steigenden Gifteinsatz auf dem Acker.

 

genmanipulierte Organismen

  • Genmais Warnschild auf einem Feld. Greenpeace-Aktivisten schneiden Blueten von genmanipuliertem Mais der Firma Novartis ab, um Pollenflug zu verhindern. Durch die Pollen wird der Bluettenstaub des sog. bt-Mais auf andere Pflanzen uebertragen (Auskreuzung) und verschmutzt anliegende Felder genetisch. Ausserdem gefaehrdet der Pollenflug die Raupen von Schmetterlingen.
  • Aufgenommen am: 20.07.1999
  • Copyright: © Martin Langer / Greenpeace

 

4. Gen-Soja zerstört Urwald

80 Prozent der weltweit angebauten Gen-Pflanzen landet in den Futtertrögen von Kühen, Schweinen und Hühnern. Um den steigenden Bedarf nach Fleisch zu decken, werden die Anbaugebiete für Soja in den Hauptproduktionsgebieten in Südamerika ständig vergrößert. Die Ausweitung des Sojaanbaus zerstört Urwald. Dabei wird vor allem gentechnisch veränderte Soja gepflanzt. Greenpeace fordert: Soja nur gentechnikfrei und nicht aus Urwaldzerstörung!

5.Wenige mächtige Konzerne kontrollieren unsere Lebensmittel

Mit dem Versprechen, das Hungerproblem zu lösen, versuchen Gentechnik-Konzerne die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit ihrer Risikotechnologie zu überzeugen. Doch die Gentechnik bekämpft nicht den Hunger der Welt, sondern ist Teil des Problems. Denn durch Patente auf Saatgut versuchen die Konzerne sich das Monopol über die landwirtschaftliche Produktion und Ernährung zu verschaffen. So können sie diktieren, wer was zu welchen Bedingungen und Preisen anbauen und verkaufen darf.

6. Überwachung scheitert

Die acht Jahre, in denen gentechnisch veränderte Organismen gewerbsmäßig freigesetzt werden, haben gezeigt, dass das Genehmigungsverfahren von Gen-Pflanzen nicht wirksam genug ist, um die Sicherheit von gentechnisch veränderten Organismen und Gen-Produkten zu gewährleisten. Dies belegt die aktuelle Kontroverse um den Mais MON 863. Dieser Gen-Mais der Firma Monsanto hatte bei Fütterungsversuchen an Ratten schwere Schäden verursacht. Unter anderem veränderte sich das Blutbild der Nager und es kam zu Nierenschäden. Dennoch haben sich die europäische Zulassungsbehörde EFSA (European Food Safety Authority) und das deutsche Robert Koch Institut für eine Marktzulassung ausgesprochen.

7. Gesundheitliche Risiken

Die Langzeitauswirkungen auf die menschliche Gesundheit bei der Ernährung mit genmanipulierten Nahrungsmitteln sind bisher nicht ausreichend erforscht. Es ist also nicht auszuschließen, dass Gen-Food ge­sundheitliche Probleme schaffen oder verstärken kann. Zum Beispiel könnten durch die Einbringung der Fremdgene neue Eiweißstoffe gebildeten werden, die Allergien auslösen, oder es könnten Giftstoffe entstehen.

Fakten im Gen-Futter bei Müller-Milch (pdf)

genverseuchte Landliebe

 

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